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Backhäusle
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Das Projekt Backhäusle wird gefördert durch die LEADER-Aktionsgruppe Nordschwarzwald mit Mitteln der EU und des Landes Baden-Württemberg.
Europäischer Landwirtschaftsfond für die Entwicklung der ländlichen
Räume (ELER)
: Hier investiert Europa in die ländlichen Räume.


2022

Mit vereinten Kräften wurde in diesem Jahr an der Fertigstellung der Außenbereiche, der Treppe in das Dachgeschoß , der Boulebahn und dem Bauerngarten gearbeitet.

Am 05. August 2022 konnte dann in einer Feier mit allen Handwerker*innen, Helfer*innen, dem Landrat Herr Dr. Rückert,dem Bürgermeister Herrn Enderle und dem Ortsvorsteher Herrn Weigold die Einweihung gefeiert werden.
Ebenso wurde die Plakette der LEADER-Förderung übergeben.



Das Jahr 2021 war im Wesentlichen von unserem Neubau Holz-, Geräte- und WC-Gebäude bestimmt. Unser Ziel bis Oktober 2021 fertig zu werden war wegen Coronabeschränkungen nicht erreichbar.
Bei LEADER konnten wir eine Fristverlängerung bis Ende Juni 2022 erreichen. Bis dahin müssen wir noch die gesamten Außenanlagen mit Boule-Bahn, die Pflaster­fläche, den Bauerngarten, die Zäune und Mauern fertigstellen, um dann mit LEADER abrechnen und den zugesagten Zuschuss erhalten zu können.
Seit April 21 konnten wir regelmäßig im Backhäusle backen und die Brote und Weckle gegen Spende den Bestellern übergeben. Zwei Backteam haben diese Arbeit geteilt und zur Zufriedenheit unserer Kunden geleistet.


Wir konnten und können an unserem Projekt Backhaus nicht so weitermachen wie wir geplant hatten. Die meisten unserer Aktivitäten mussten Corona-bedingt ausfallen. Trotz all dieser widrigen Umstände sind wir bei unserem Backhausprojekt weiter gekommen und so konnte vieles fortgeführt oder abgeschlossen werden: Die alten Lehmwickel wurden in die Balkenfächer der Decke eingebracht und zum Schutz vor herabfallenden Lehm- und Stroh-„Bröseln“ mit einer Glasplatte abgedeckt. An den Arbeitstischen und an der Spüle wurde ein Spritzschutz angebracht. Für die Eingangs­tür wurde ein dicker Vorhang geschneidert, der im Winter die kalte Zugluft abhalten hilft. Um die Backöfen herum ist im Übergang zum Anbau eine Verkleidung aus Metall angebracht worden. Auch eine Schublade für Backutensilien hat noch Platz gefunden. Der Holzbackofen ist mittler­weile fertig installiert und die Esse angeschlossen. Mit Seifenspender, Desin­fek­tionsmittel-Spender und Papierhand­tuch­­halter haben wir die Innenein­rich­tungen an die Erfordernisse der Lebensmittel­hygiene und der Corona-Bedingungen angepasst. Am 14. Dezember konnte die Verbraucher­schutzabteilung des Landrats­amts endlich das Backhaus von behörd­licher Seite aus abnehmen und zum Backen freigeben. Leider wird der erneute Lock­down nun das erste Backen in unserem Backhaus noch für eine Weile verzögern. Über den Sommer wurde das Backhaus außen fertig verputzt und die denk­malgeschützten Fensterläden und die Tür eingebaut. Um in unserem neuen Schuppen- und WC-Gebäude ein barrierefreies WC einbauen zu können, mussten wir ein neues Baugesuch mit den nun etwas größeren Außenmaßen bei der Baurechtsbehörde einreichen, was den Bau­beginn für das Gebäude deutlich verzögert hat. Mitt­lerweile sind die Leitungen für Wasser, Abwasser und Strom zum neuen Schuppenstandort verlegt. Das Fundament sowie ein Teil der Außenanlagen wurde ausgebaggert, dann der Schotterunterbau eingebracht, verdichtet und an­schließend das Fundament mit den Aufkantungen für den Oberbau aus Holz betoniert.


Wenig erfreulich war zu Jahresbeginn, als wir erfuhren, dass laut Denkmalamt ein Außenputz für das Backhaus nicht vorgesehen sei. Wir benötigten ein Gutachten des Statikers, dass der lnnen- und Außenputz für die Stabilität des Mauerwerks notwendig ist und die Mauer vor dem Verputzen durch Mörtelinjektionen verfestigt werden muss. Erfreulicher war, dass Herr Müller, wohnhaft im Wiesenhofweg (ein Nicht-Mitglied), mit seinem Chef vereinbart hatte, dass er den Betriebs-Bagger kostenlos für die Drainagearbeiten am Backhaus nutzen kann. So mussten wir nur die Materialkosten tragen. Er führte die Arbeiten zusammen mit Hanspeter am 17. März durch. Am 30. April fand ein Termin mit dem Kreisbaumeister statt. Hanspeter und Hansjürgen haben ihn wahrgenommen. Der Kreisbaumeister prüfte alle beim Denkmalamt eingereichten Unterlagen und ihre Umsetzung am Backhaus. Es gab keine Beanstandungen. lm Mai kam dann auch die Zusage, dass die Gipserarbeiten, wie vom Statiker beschrieben, durchgeführt werden können. Zuerst mussten die Mauersockel am Backhaus freigelegt werden. Für die Eingangstür musste der Türrahmen ins Wasser gesetzt werden. Anschließend kam unsere sagenumwobene „Mörteltruppe“ zum Einsatz. Zuerst musste überall der alte Putz abgetragen werden. Anschließend wurden die Fugen und Löcher mit Mörtel ausgefüllt. Wir brauchten viele Mörtelspritzen voller Mörtel und noch mehr Zeit und jede Menge „Muckis“. Aber auch der Durchbruch für die Backöfen sorgte für manch schlaflose Nacht. Zuerst musste die Mauer unter dem Bogen abgetragen werden. So konnte der Mauerbogen mit zwei Eisenträgern abgefangen und der Durchbruch vollständig hergestellt werden. Die Seiten mussten mit der Flex begradigt und mit Mörtel verfestigt werden. Der fertige Durchbruch war die Voraussetzung für die Erstellung des Anbaus, mit dem es gleich weiter ging. Der Erdaushub war schon vorher erfolgt und so konnte die Schottergrundlage zügig eingebracht werden. Danach wurde eingeschalt, eine Lage Folie ausgelegt und die Armierung eingebracht. Nun ging es Schlag auf Schlag. Zuerst kam der Beton für das Fundament. Nach dem Trocknen wurde gemauert, aufgerichtet, verlandert, die Zahnlatten angebracht, gestrichen, das Dach gedeckt, die Dachrinne angebracht (wieder gespendet), Türen von Heinz angefertigt und eingebaut und von den Damen des Malerteams gestrichen. Hans und sein Hilfselektriker Ernst schlossen die ganze Elektrik an den Verteilerkasten an. Zuerst hatten die Brüder Gashi (aus der Frühlingstraße) außen den Sockelputz angebracht. Später, am 28. September, den Innenputz. Hier brauchten wir auch nur das Material zu zahlen. Nun musste noch der Wand-Durchbruch für das Rauchrohr vom Holzofen gemacht und das Backhaus gründlich gereinigt werden. Roland Zinser brachte die alte, von ihm aufwändig restaurierte, Tür und wir bauten sie zusammen ein. So konnte am 1. Oktober die Firma Häussler die beiden Backöfen, die Teigmaschine sowie die Einrichtung und die Backutensilien anliefern. Hier waren wir sehr froh, dass die Gemeinde einen großen Radlader mit dem perfekten Personal bereitgestellt hat. Ein Teil der Lieferung der Firma Häussler musste wegen der Bauarbeiten bei Max untergestellt werden. Am nächsten Tag wurden noch die neuen Türen gestrichen. Nun war alles in Ordnung und im Zeitplan. Wir hatten Strom, die Backöfen waren da und der Elektro-Ofen konnte probeweise angeschaltet werden. Dann, aus heiterem Himmel, ohne Vorwarnung die große Überraschung: „Das große Loch“: Beim Ausheben des neuen Straßenbelags wurde unsere neu installierte Stromleitung gekappt. Nach mehreren Gesprächen wurde die Stromleitung wieder geflickt und daneben ein neues Leerrohr für andere Notfälle eingezogen. Nach dem vielen Ärger hatten wir eine Belohnung verdient. Am 14.November fuhren wir mit unseren zukünftigen Bäckern und Bäckerinnen zur Firma Häussler, um uns in die Geheimnisse des Backens und Einheizens des Holzbackofens einweisen zu lassen. Frau Enderle (Frau des Bürgermeisters) hatte sich als Fahrerin mit ihrem Familienbus zur Verfügung gestellt. Es war ein schöner und lehrreicher Tag für uns alle. Nun waren alle scharf aufs Backen. Bernd Schwitzler musste deshalb umgehend die Spüle mit Armatur und Durchlauferhitzer anschließen. So konnte am 28. November zum ersten Mal gebacken werden.


Nachdem wir im November 2017 für unseren zweiten Bauabschnitt am Backhäusle leider keine Förderzusage von LEADER Nordschwarzwald erhalten konnten, unternahmen wir im Februar 2018 einen erneuten Anlauf für die Förderung des Backhausausbaus und die Neugestaltung der Außenanlagen. Martina und Barbara haben unser Vorhaben in Schömberg (Kreis Calw) dem LEADER-Ausschuss erneut vorgestellt und diesmal standen genügend Fördermittel zur Verfügung für eine Zusage. Danach hatte uns die Bürokratie fest im Griff, galt es doch, für die zugesagte Förderung einen Bewilligungsantrag bei der L-Bank zu stellen. Hans-Peter musste für jedes Gewerk drei Vergleichsangebote einholen, was sehr aufwändig war. Erst am 25. Oktober kam endlich die lang ersehnte Bewilligung für den 40-%-Zuschuss! Über das Jahr gingen die Arbeiten zum Abschluss des ersten Bauabschnitts am Backhäusle weiter. Nach einer größeren Aufräumaktion im Backhäusle und auf den Außenlagen ging es weiter mit dem Verlegen und Verfugen des Sandsteinbodens und der Ablaufrinnen unter der fachmännischen Leitung von Manfred Wössner. Danach konnten im Obergeschoss die Dämmung und der Holzboden unter der Leitung von Heinz Pfau verlegt werden. Heinz hat uns aus dem Restholz neue Fensterläden angefertigt. Hans Friedrich hat mit den Elektroarbeiten begonnen; diese müssen wir abschließen, bevor im Frühjahr nach der Frostperiode das Backhaus innen und außen verputzt werden kann. Im Oktober/November konnte die Firma Jäkle das gute Wetter für die Erschließungs-arbeiten an unserem Backhausgrundstück nutzen. Dafür hat uns die Gemeinde eine gute finanzielle Unterstützung zugesagt. Vor ein paar Tagen haben wir die beiden Holzbacköfen und die sonstigen Gerätschaften und Arbeitstische bestellt, damit diese bis zum Sommer lieferbereit sind.


2016 hatten wir gut beendet, das Dach unseres Backhäusles war bis auf ein paar Kleinigkeiten gedeckt. Im Mai war der obere Giebel mit Brettern verschalt. Die Tür zum Dachgeschoss wurde ein paar Tage später auch noch eingebaut. Ende Mai fand im Backhäusle ein Besichtigungstermin mit dem Denkmalamt und der Lebensmittelbehörde statt. Hierbei wurde besprochen, wie es mit dem Innenausbau weitergehen kann und wie der alte Sandsteinboden wieder eingebaut werden kann, damit dieser den denkmalrechtlichen Ansprüchen entspricht und auch der Hygiene Genüge getan ist.
Als nächstes nahmen wir uns „das große Fachwerk-Puzzle“ am unteren Giebel vor. Etliche Balken mussten aus altem Holz neu eingebunden werden. Anschließend wurde das Fachwerk mit alten Sandsteinen ausgeriegelt. Diese Arbeiten haben uns bis Mitte Juli in Anspruch genommen. Ebenfalls noch im Juli wurden die Sandsteinplatten archiviert, d. h. die Sandsteinplatten wurden nummeriert und fotografiert. Im August haben wir die Bodenplatten dann ausgebaut und auf unserem Außengelände zwischengelagert.
Im August feierten wir mit vielen Besuchern rechtzeitig zum 170-jährigen Jubiläum unseres Backhäusles das Richtfest. Bei unserem monatlichen Arbeitseinsatz im September haben wir den Backhausboden eingeebnet und nivelliert, im Oktober dann den Schotter eingebracht und abgezogen. Beim letzten Arbeitseinsatz im November wurde auf den Schotter eine Kunststoffbahn verlegt. Auch an Weihnachten hat man schon gedacht und nebenbei die Lichter für unsere diesjährige weihnachtliche Beleuchtung am Backhaus angebracht. Nun leuchtet unser Backhaus im weihnachtlichen Glanz.


Begonnen hatte das Jahr mit dem Aufräumen des Schlachthauses, um Platz zu schaffen für die Giebelbalken des Backhäusles. Am 4. Mai 2016 fand eine kleine Feier mit dem Vorsitzenden der Denkmalstiftung Baden-Württemberg, Herrn Dr. Rainer Prewo, statt, bei der dieser einen Zuwendungsbescheid über 7500 Euro überreichte. Diese Förderung erhalten wir zusätzlich zum (leider gekürzten) Zuschuss der Denkmalbehörde und zum Zuschuss der Gemeinde. Inzwischen haben wir neben dem Erbpachtvertrag für das Backhäusle auch einen Pachtvertrag über 20 Jahre für den unbebauten Teil des Grundstücks. Vor den Einsätzen am Backhäusle stand erst mal der Schriftverkehr mit dem Denkmalamt. Und der dauerte. Im April schließlich ging‘s los. Da wurde der alte Hühnerstall abgerissen und entsorgt. Gleichzeitig wurden die alten Lehmwickel für den Wiedereinbau geborgen. Dann kam der Einsatz der Gemeinde: Der Bauhof ebnete das Gelände um das Bauwerk. Danach stellte die Firma Zinser das Gerüst. Schließlich wurde am 6. und 7. Mai das Dach abgetragen. Und Ende Mai wurden die ersten Balken angebracht, so dass die Firma Seeger den Ringgurt betonieren konnte. Zwischendurch besserte Walter Pfau die Grundmauern aus. Endlich, im August, konnten wir mit dem Streichen und Abbinden beginnen. Am 1. Oktober richteten wir den Dachstuhl auf. Bis zum 2. November wurden die Verlanderung, die Folie und die Lattung angebracht. Vom 23. November bis zum 30. Dezember waren wir damit beschäftigt, das Dach rechtzeitig vor dem Winter zu decken. Außer ein paar Hautabschürfungen gab’s keine Verletzungen oder Unfälle.


Schwungvoll starteten wir ins neue Jahr mit unseren beiden Alt-Ziegel-Rettungsaktionen im Januar und März auf dem Breuninger-Areal. Auch Nicht-Mitglieder, die sich unserem Verein verbunden fühlen, haben dabei tatkräftig mit angepackt und so warten die Ziegel nun gut verpackt auf einen möglichen Einsatz bei der Backhäusle-Sanierung. Ja unser Backhäusle: viele Bürger fragen wann es denn los ginge mit der Backhaus-Sanierung. Gerne hätten wir dieses Jahr mit den Arbeiten begonnen, aber leider lief nicht alles so rund, wie wir es uns gewünscht hatten. Erst im Oktober kam vom Denkmalamt eine erste Zustimmung. Es erschien uns zu gewagt, in den Winter hinein mit der Dacherneuerung zu beginnen. Und so haben wir im Vorstand beschlossen, erst im Frühjahr mit den Arbeiten zu beginnen. Vielleicht haben wir bis dahin dann auch die endgültige Zuschuss-Zusage des Denkmal-amtes vorliegen. Die Gemeinde war in dieser Hinsicht mit ihrer Zusage zur finanziellen Unterstützung der Backhaus-Sanierung schneller, dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.